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Vereinschronik

Ausgangspunkt für den Chor war die Dr.-Theodor-Neubauer-EOS im Sommer 1990. Deren Musiklehrerin und Chorleiterin Ruth Winkler hatte gemeinsam mit ehemaligen Schülern die Idee, Mitglieder des Schulchores auch nach dem Abitur für das Chorsingen zu begeistern. Es wurde eine Briefaktion gestartet und zum ersten Treffen kamen dann auch mehr als 50 "Ehemalige". Viele der Anwesenden waren aber scheinbar von der anvisierten Regelmäßigkeit der Probenarbeit wenig angetan, so dass sich nach einigen Proben ein Stamm von 15 "Unentwegten" herausbildete. Die Abiturienten der Jahrgänge 1989 und 1990 waren dabei am stärksten vertreten. Auftritte des Traditionschores gab es zunächst nur im Rahmen der alljährlichen Konzerte des Schulchores sowie in der Vorweihnachtszeit.

Im Frühjahr 1992 fand unser erstes Chorlager im vogtländischen Fröbersgrün statt. Im selben Jahr wurde der Chor Mitglied im neu gegründeten Musikbund Chemnitz und ist seit dieser Zeit in starkem Maß an dessen Aktivitäten beteiligt. Aus der Neubauer-EOS war inzwischen das Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium geworden und auch hier wurden Auftritte des Traditionschores zum festen Bestandteil jedes Schulchorkonzertes. Darüber hinaus unterstützten Mitglieder des "Tradichores" den Schulchor bei großen Aufgaben wie der Teilnahme am 1. Sächsischen Chorwettbewerb im Oktober 1993 in Dresden oder der Aufführung der "Carmina Burana" von Carl Orff im darauf folgenden Jahr. Eigenständige Auftritte des Traditionschores gab es weiterhin vor allem in der Adventszeit. Dazu gehörten auch die zur Tradition gewordenen Konzerte in Alters- und Pflegeheimen der Stadt.

1996 schied Ruth Winkler aus dem Schuldienst aus und übergab die Leitung des "Gauß-Chores" an Wolfgang Richter. Dem Traditionschor blieb sie als Chorleiterin aber weiterhin erhalten. Die Qualitäten "unserer Ruth" hatten sich inzwischen herumgesprochen und so übernahm sie binnen kurzer Zeit mit dem Schwarzbachchor und dem Chemnitzer Liederkreis zwei weitere Chemnitzer Chöre. Diese Dreifachbelastung wurde vor allem in der Vorweihnachtszeit zu einem großen Problem. Schweren Herzens entschied sich Ruth Winkler deshalb im Sommer 1998, auch die Leitung des Traditionschores an Wolfgang Richter weiter zu geben. "Neue Besen kehren gut" und so brachte der Wechsel des Chorleiters auch entscheidende Veränderungen für den Chor mit sich. Dem Rat Wolfgang Richters folgend, entschlossen sich die Mitglieder des Chores zur Gründung eines eingetragenen Vereins und gaben sich den Namen "Traditionschor Chemnitzer Abiturienten". Die Gründungsversammlung fand am 29.01.1999 statt. Im Verlauf des Jahres trat der Traditionschor dreimal in der Stadthalle Chemnitz auf. Das erste große eigenständige Konzert fand dann am 18.12. in Form eines Benefizkonzertes zugunsten der Chemnitzer Jakobikirche statt (Konzertkritik).

Bereits 1998 war das Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium dem Johann-Wolfgang-von-Goethe-Gymnasium als Außenstelle angeschlossen worden und nach den Schulchören der Neubauer-EOS und des Gaußgymnasiums wurde der "Goethechor" zu einer wichtigen "Nachwuchsquelle" für den Traditionschor. In zunehmendem Maß wird unser Chor auch durch (ehemalige) Schüler des musisch geprägten Dr.-Wilhelm-André-Gymnasiums verstärkt.

Der Traditionschor veranstaltete am 11.06.2000 ein weiteres Benefizkonzert zugunsten der Jakobikirche - diesmal in Zusammenarbeit mit dem Chemnitzer Liederkreis (Konzertkritik). Der Höhepunkt des Jahres war zweifellos das Jubiläumskonzert anlässlich des zehnjährigen Bestehens am 02.07. im Chemnitzer Veranstaltungszentrum FORUM. Das nunmehr zweite eigenständige Weihnachtskonzert fand am 09.12. in der Eubaer Kirche statt (Konzertkritik). 2001 stand ganz im Zeichen unserer Teilnahme am 3. Sächsischen Chorwettbewerb in Torgau. Während des 20minütigen Auftritts im Rahmen des Wertungssingens schöpfte der Chor sein Leistungsvermögen voll aus und wurde mit dem Prädikat "gut" und dem 2. Platz in der Kategorie H belohnt. Mit dem Weihnachtskonzert in der Chemnitzer Markuskirche fand ein erfolgreiches Chorjahr sein würdiges Ende (Konzertkritik).

Mit den beiden Chor- und Orgelkonzerten im Jahre 2002 betrat der Traditionschor neues Terrain. Das zweite dieser Konzerte führte den Chor dabei über die Chemnitzer Stadtgrenzen hinweg nach Löbau. Absoluter Höhepunkt des Jahres und der bisherigen Vereinsgeschichte war die Aufführung der Kantaten 1, 3 und 6 des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach am 26.12. in der Markuskirche Chemnitz. Der Chor wurde dabei vom Johann Friedrich Fasch-Ensemble Halle/S. (auf historischen Instrumenten), den Solisten Annett Illig (Sopran), Regine Köbler (Alt), Reinaldo Dopp (Tenor) und Steffen-Christian Piltz (Bass) sowie Ronny Seidel (Orgel) und Sebastian Schilling (Cembalo) unterstützt (Konzertkritik). Auch das Jahr 2003 hielt für den Chor neue Erfahrungen bereit. So übernahm der Traditionschor im Verlauf des Jahres erstmals die musikalische Ausgestaltung mehrerer Gottesdienste in Chemnitz und Wechselburg. Im November veranstaltete Chor in Zwickau und Chemnitz zwei gemeinsame Konzerte mit der Chorvereinigung Zwickau (Konzertkritik). In der Adventszeit kam es ebenfalls zu einer Premiere: das Weihnachtskonzert in der Jakobikirche fand in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Mozartgesellschaft statt. Außerdem wurde mit dem Konzert in der Kirche zu Kühnhaide am 3. Advent eine lieb gewonnene Tradition fortgeführt.

 

Liste wichtiger Auftritte

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