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Audite nova - höret Neues!

Geschrieben am 30.08.2008 (Zuletzt geändert am 26.02.2013)

Der Titel unseres neuen A-cappella-Programms spricht eigentlich für sich, denn viele Dinge an ihm waren und sind neu. Da war einerseits der Ort, an welchem das Programm seine Premiere hatte: das Westsächsische Textilmuseum Crimmitschau. An einem Ort, an dem in der Vergangenheit wohl meist nur der monotone Rhythmus der Maschinen ertönte, erklang nun Chorgesang. Wir erreichten mit diesem Konzert in außergewöhnlicher Atmosphäre einen spannenden Kontrast zwischen Industriekultur und Musik, durch welchen insbesondere sakrale Klänge für den Zuhörer eine ganz neue Bedeutung erfuhren. Neu war und ist aber auch die eher ungewöhnliche Teilung des Konzertes: Entgegen der sonst meist üblichen Praxis beginnen wir mit weltlichen Titeln, denen nach einer Pause ein geistlicher Programmteil folgt. Wir hoffen, mit dieser Teilung den Fokus auf die zweite Hälfte des Konzertes legen zu können.
Der erste Programmteil besteht zum einen aus Madrigalen und Balletti. Es werden Stücke zu hören sein, deren Texte durchaus mit einem gewissen Augenzwinkern zu betrachten sind. Das Publikum sollte also genau lauschen, was es denn wichtiges Neues zu berichten gibt. Zum anderen erklingen in der ersten Hälfte Kinderlieder in neuen Bearbeitungen. Diese waren und sind Bestandteil eines gemeinsamen Projektes mit einem Chemnitzer Kinderchor. 
Im zweiten Teil des Konzertes kann das Publikum anspruchsvolle geistliche Werke hören. Durch diesen Konzertteil ziehen sich als roter Faden Vertonungen von Marienliedern aus verschiedenen Epochen. Als Block erklingen jeweils ein Ave Maria, eine Motette und ein Spiritual. Der musikalische Bogen reicht so vom Ave Maria des flämischen Komponisten Nicolas Gombert aus dem 15. Jahrhundert, bis hin zum „Preis der Liebe“ des Zwickauer Komponisten Jürgen Golle vom Ende des 20. Jahrhunderts. Der Kern liegt jedoch auf einem Stück, welches von zwei „Ave maris stella“ eingerahmt wird: der Motette „Wie liegt die Stadt so wüst“ von Rudolf Mauersberger. Der ehemalige Dresdner Kreuzkantor schrieb dieses eindrucksvolle Werk am Karsamstag des Jahres 1945 im Angesicht der Bombenangriffe auf Dresden. Diese Eindrücke sind in dem Stück mit jedem Ton zu spüren, und somit dient es auch heute noch gleichsam als Gedenken und Mahnung an Krieg und Zerstörung.
Am 26. Oktober, 16 Uhr veranstaltet der Kammerchor Chemnitz unter der Leitung von Wolfgang Richter in der St.Markus-Kirche das Konzert „Audite nova!“.  Einlass zum Konzert ist 15.30 Uhr. Der Eintritt an der Abendkasse kostet 10 €.  Eintrittskarten sind zum Vorverkaufspreis von 8 € in der Stadtinformation Chemnitz und der Evangelischen Buchhandlung Max Müller erhältlich. Karten und weitere Informationen erhalten Sie auch über www.kammerchor-chemnitz.de. Musikalisch unterstützt wird der Kammerchor Chemnitz von Kirchenmusiker Sebastian Schilling, der an der Orgel zu hören sein wird. Zwischen Chor und Kirchenmusiker gibt es schon seit Jahren regelmäßig gemeinsame Projekte. Der Kammerchor Chemnitz lädt herzlich zu diesem Konzertereignis ein und wünscht viel Freude und viele neue Eindrücke mit diesem Konzert. In diesem Sinne nun: „Höret Neues“ – „Audite nova“!

 Hier finden Sie die komplette Programmfolge

Thomas Lohse

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