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Programm für die zweite Jahreshälfte 2017

Veröffentlicht von Administrator am 1.7.2017
Aktuell >> 2017

Nach der erfolgreichen Teilnahme am 7. Sächsischen Chorwettbewerb in Bad Elster - der Kammerchor erreichte mit 19,8 Punkten das Prädikat GUT - folgt am 23. September die Teilnahme am Festkonzert anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Musikbundes Chemnitz in der Stadthalle Chemnitz.

Die Pläne zur Advents- und Weihnachtszeit umfassen 2 Konzerte und 2 Auftritte auf dem Chemnitzer Weihnachtsmarkt:

  • 02.12.2017 - Weihnachtsliedersingen - Weihnachtsmarkt Chemnitz
  • 09.12.2017 - Weihnachtskonzert - Propstei Chemnitz
  • 16.12.2017 - Weihnachtsliedersingen - Weihnachtsmarkt Chemnitz
  • 17.12.2017 - Weihnachtskonzert - Kirche Kühnhaide
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News-Archiv

07.07.2015
Bei tropischen Temperaturen erreichten wir beim Muldentaler Chorwettbewerb in Naunhof unser bislang bestes Ergebnis bei einem Chorwettbewerb.

Der 4. Juli 2015 - ein Tag für die Annalen unseres Chores! Bei tropischen Temperaturen erreichten wir beim Muldentaler Chorwettbewerb in Naunhof unser bislang bestes Ergebnis bei einem Chorwettbewerb: Mit 24 Punkten und dem Prädikat "Mit hervorragendem Erfolg teilgenommen" wurden wir Sieger in der Kategorie A "Gemischte Chöre" und erhielten zudem den Sonderpreis des sächsischen Chorverbandes 2015 für den Chor mit der höchsten Punktzahl beim Wettbewerb.

Unser besonderer Dank gilt hier selbstverständlich unserem Chorleiter Wolfgang Richter!

26.11.2014
Weihnachten mit dem Kammerchor

1 Chorleiter, 2 Chöre

Das Ensemble Musica Chemnitz und der Kammerchor Chemnitz musizieren am 13. Dezember in der Chemnitzer Trinitatiskirche gemeinsam unter der Leitung von Wolfgang Richter, der seit nunmehr fast 10 Jahren für die künstlerischen Geschicke beider Chöre verantwortlich ist. Es erklingen u. a. Werke von Jürgen Golle, David Willcocks, Hugo Distler und Francis Poulenc.

Das Konzert beginnt 17 Uhr. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Ensemble Musica Chemnitz

 

Puschkins Kranz

Am 20. Dezember laden der Chor Slavica Dresden (Ltg.: Eugen Pankow) und der Kammerchor Chemnitz (Ltg.: Wolfgang Richter) zur Chemnitzer Uraufführung von Georgi Swiridows "Puschkins Kranz" in die Trinitatiskirche Chemnitz ein. Das Werk erklingt in Originalsprache. Darüber hinaus präsentiert der Gastchor aus der sächsischen Landeshauptstadt weitere Ausschnitte aus seinem Repertoire.

Das Konzert beginnt 17 Uhr. Eintrittskarten sind zum Preis von 8 € an der Abendkasse bzw. für 6 € im Vorverkauf erhältlich. Eine Kartenreservierung ist hier möglich.

Ein zweites gemeinsames Konzert findet am 11. Januar 2015 (17 Uhr) in der Dreikönigskirche in Dresden statt.

Chor Slavica Dresden

 

Ergänzt werden die Konzerte durch die zwei traditionellen Auftritte auf dem Chemnitzer Weihnachtsmarkt (30. November, 19.30 Uhr und 14. Dezember, 15 Uhr) und die Neuauflage der Chemnitzer Weihnacht am 4. Januar 2015 (17 Uhr) in der Petrikirche Chemnitz.

15.06.2013
Teilnahme an zwei Veranstaltungen des Musikbundes Chemnitz

Mit einem Abstand von zwei Wochen nahm der Kammerchor Chemnitz an zwei Konzerten teil, die vom Musikbund Chemnitz organisiert wurden.

Am 25. Mai fand das traditionelle Sängerfest in der Chemnitzer Markuskirche statt. Eröffnet wurde das 29. Sängerfest mit dem Kanon "Kommt her und singt", der von allen teilnehmenden Sängerinnen und Sängern vorgetragen wurde. Im Anschluss präsentierten die Chöre dem zahlreich erschienenen Publikum jeweils zehnminütige Programme.

Das Chorsingen am 8. Juni in der Mauritiuskirche Wolkenburg wurde erstmals gemeinsam vom Musikbund, dem Westsächsischen Chorverband und der Gemeinde St. Mauritius veranstaltet. Insgesamt nahmen 16 sächsische Chöre teil.

 

 

07.04.2012
Kammerchor Chemnitz on Tour

Der Kammerchor Chemnitz (KCC) war im Herbst 2011 zu einer einwöchigen Konzertreise in Schottland. Er erwiderte einen Besuch der Edinburgh University Renaissance Singers (EURS) vom Frühjahr 2009 in Chemnitz. Diese Zusammenarbeit ist auf Initiative eines Sängers des KCC im Rahmen seines Studienaufenthaltes in Edinburgh entstanden.

Schottland, Edinburgh, für die einen Neuland, für andere ein zweites, drittes … Mal. So oder so, jeder konnte auf dem Reiseprogramm etwas für sich entdecken. Es galt die musikalischen Stärken des KCC in mehreren Konzerten zu präsentieren sowie gemeinsam mit den EURS aufzutreten, aber ebenso die persönlichen Kontakte zu den EURS zu pflegen und nicht zuletzt Land und Leute ein Stück besser kennen zu lernen.

Samstag, 15.10. Individuelle Anreise nach Edinburgh
Begrüßung durch den Chorleiter der EURS, Dr. Noel O‘Regan
Abholung durch die Übernachtungsgastgeber
Sonntag, 16.10. Fahrt nach Glasgow
Erkundung Glasgow auf eigene Faust und mit Führung
Konzert in der Kirche der Universität
Montag, 17.10. Fahrt nach Dunkeld
Besuch Scottish Crannog Centre mit Führung
Dienstag, 18.10. Besuch Ben Vrackie oder Blair Castle sowie Edradour Distillery
Konzert in der Dunkeld Cathedral
Mittwoch, 19.10. Fahrt nach Edinburgh, unterwegs Besichtigungen in Stirling und Linlithgow
Abendessen mit den EURS
Donnerstag, 20.10. Freie Gestaltung in Edinburgh
Gemeinsame Probe des KCC und der EURS in der Canongate Kirk
Freitag, 21.10. Freie Gestaltung in Edinburgh
Gemeinsames Konzert des KCC und der EURS in der Canongate Kirk
Gemeinsame Abschlussfeier
Samstag, 22.10. Individuelle Rückreise nach Chemnitz

 

Edinburgh hat ca. 450 000 Einwohner und gilt als politisches Zentrum Schottlands. Dort befindet sich der Sitz des Schottischen Parlaments. Der Palace of Holyroodhouse ist die offizielle Residenz ihrer Majestät der Königin in Schottland. Mit Edinburgh Castle und New Town ist Edinburgh weltweit für seine reiche Architektur berühmt und als Weltkulturerbe anerkannt.

In Noels Haus wurden wir von unseren Übernachtungsgastgebern sehr, sehr herzlich begrüßt. Alte Bekannte trafen sich wieder, neue Kontakte wurden geknüpft. Rasch ging es in die Quartiere. Nicht selten wurde der Abend bei Essen, Trinken und Erzählen noch lang.

Sonntag, 16. Oktober: Edinburgh - Glasgow

Am Sonntagmorgen ist Treff am Nicholson Square. Wir richten uns im Tourbus, unserem zu Hause bis Mittwoch bequem ein, und auf geht es nach Glasgow. Zuerst ist Gelegenheit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Dann unternehmen drei Mitglieder der EURS mit uns eine äußerst interessante Führung. Die St. Mungo’s Cathedral, Kathedralkirche der reformierten Church of Scotland, war ein wesentlicher Punkt, den wir ansteuerten. In der dazugehörigen Schule, 1124 gegründet und damit älteste Schule Schottlands, werden heute noch Schüler unterrichtet. Auf einem in unmittelbarer Nähe gelegenen Hügel befindet sich der große Friedhof Necropolis. Er gilt wegen seiner architektonisch wertvollen Gräber als Sehenswürdigkeit. Auf einer Anhöhe erhebt sich eine große Statue des schottischen Reformators John Knox, dem Begründer der Church of Scotland. Nächste wichtige Station: Die Glasgow School of Arts, eine der führenden Hochschulen für bildende Kunst, Design und Architektur Europas. Dann ist es Zeit im Euro Hostel einzuchecken. Eine Riesenjugendherberge, zentrumsnah an einer Hauptstraße und 2 Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt gelegen. Auftrittsort dieses Abends ist die Glasgow University Memorial Chapel. Diese Kirche befindet sich im Hauptgebäude der 1451 gegründeten Universität. Sie wurde nach dem 1. Weltkrieg zur Erinnerung und Ehre gefallener Universitätsangehöriger gebaut und dient heute zugleich multireligiösen Feiern. Das Konzert findet eine Reihe äußerst aufmerksamer Zuhörer. Das Tour-Repertoire besteht u.a. aus Werken von Brahms, Daniel Friderici, Hans Leo Hassler, Orlando di Lasso und Sergej Rachmaninoff. Der Tag klingt bei fröhlichem Essen bei einem Italiener aus. Für die Rückfahrt in das Hostel nutzen einige von uns die landestypischen Taxis und haben sehr viel Spaß dabei.

Montag, 17. Oktober: Glasgow - Dunkeld

Eines der bestimmenden Frühstücksthemen ist – Wie war die Nacht im Hostel? – Die Eindrücke bewegten sich von grässlich wegen lärmender Straße, gefluteter Dusche, klapprigen Betten bis hin zu „alles im grünen Bereich“. Die sieben Sachen in den Tourbus gepackt und weiter geht es Richtung Norden. Erste Tagesstation: Loch Lomond, 23 km nordwestlich Glasgows gelegen - größter See Schottlands und es soll auch der Schönste sein. Aber das können wir nur ahnen, denn uns zeigt er sich geheimnisvoll im Regen und dichtem Nebel. Wir machen es uns in unserem Bus wieder gemütlich und genießen u.a. zu den Klängen von „The Bonnie Banks o` Loch Lomond“ die Landschaft um Loch Lomond bis wir in Killin ankommen. Ein kleines 640-Seelen-Dorf in der Grafschaft Perthshire, am Westende von Loch Tay. Auf einer uralten, schmalen Brücke unmittelbar Ortseingang stoppt unser Bus, denn ein Kleintransporter stellt sich uns entgegen. Die Fahrer schauen sich tief in die Augen, kein Toben, es wird einfach stoisch gewartet. Da wir mehr vorhaben als den Tag auf der Brücke zu verbringen, setzt unser Fahrer den Bus gekonnt zurück und der Fahrer des Kleintransporters fährt „eiskalt“ an uns vorbei. Diese Episode gibt uns Gelegenheit, aus der Trockenheit im Bus die Falls of Dochart, brodelnde Stromschnellen, um die Brücke zu genießen, denn es regnete in diesem Moment unglaublich. Unmittelbar nach der Brücke kommen wir in einem Restaurant unter, von wo aus die Stromschnellen zum Greifen nahe sind und wir Hunger und Durst gut am Kamin stillen können.

Wir fahren weiter nach Norden am Loch Tay entlang, immer wieder fantastische Aussichten auf den See und das umgebende beeindruckende Bergpanorama, bis an dessen Ende zum Scottish Crannog Centre, einer bedeutenden Forschungseinrichtung zu Crannogs. Dort erwartet uns Dirk, ein ehemaliger Leipziger, den seine Naturpassion an diesen Fleck der Erde getrieben hat. Er bringt uns mit viel Sachkunde und Herz vieles um das Thema Crannog nahe. Dort ist eine derartige Rundhütte auf Pfählen im See nachgebaut worden. In solcher Behausung wohnten Großfamilien samt Tiere und Vorräte. Die ersten Crannogs sind vor ca. 5 000 Jahren bekannt und vereinzelt bis in das 17. Jahrhundert genutzt worden. Am Ufer ist Gelegenheit, alte Handwerkstechniken selbst auszuprobieren. Ein Höhepunkt dabei: Feuer mittels Holz auf Holz-Reibung (Feuerbohren) entfachen. Wir haben Dirk ins Herz geschlossen und zum Konzert in das 34 km entfernt gelegene Dunkeld für den nächsten Tag eingeladen. Es ist bereits dunkel, als wir über die ca. 200 Jahre alte, den Fluss Tay überspannende Brücke, in Dunkeld ankommen. Schleunigst wird in der Herberge Wester Caputh Lodge Quartier gemacht und im Atholl Arms Hotel ausführlich Hunger und Durst gestillt.

Dienstag, 18. Oktober: Dunkeld, Ben Vrackie, Blair Castle, Edradour Distillery

Der Tag zeigt sich morgens schottisch durchwachsen mit Tendenz zu Sonne und Trockenheit. Heute begleiten uns Sarah und Rick Campbell von den EURS. Wir fahren etwa 34 km nach Norden. Je nach Ambitionen können die einen das Blair Castle besichtigen und die anderen den Ben Vrackie erkunden. Sarah, die Chef-Tour-Koordinatorin der EURS hat heute Geburtstag. Ihr zur Ehre gibt es ein kleines Parkplatzkonzert. Blair Castle, der älteste Teil wurde Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet, ist eine ansehnliche Burganlage, mit über Jahrhunderte zusammengetragener umfangreicher Sammlung Waffen, Jagdtrophäen und Kunstgegenständen. Die riesige klassische Gartenanlage soll zu den schönsten Europas gehören. Der Hausherr, der Duke of Atholl, besitzt offiziell das Recht eine Privatarmee zu befehligen, damals vorrangig für die Verteidigung der Anlagen geschaffen, heute eher mit sozialen und zeremoniellen Aufgaben betraut. Die Hänge des 841 m hohen Ben Vrackie zeigen sich schon aus der Ferne schneebedeckt. Von Moulin führt ein Forstweg durch den Wald und durch ein Tor auf offene Moor- und Heidelandschaft. Das Wasser des Loch a `Chaine, am Fuß des Gipfels, schäumt kräftig. An diesem Tag kann man wunderschöne Ausblicke zum Berg hin und in das Land genießen. Burggeher und Bergläufer eint danach das intensive Interesse, die in den Hügeln von Pitlochry gelegene Edradour Distillery kennenzulernen. In Schottlands kleinster Destillerie brennen seit 170 Jahren nur 3 Männer einen Single Highland Malt Whisky, der nach min. 10 Jahren Lagerung golden im Glas funkelt und weich und cremig mit einem nussigen, süßlichen Abgang schmeckt. Welch Glück, solch einen Tropfen vor Ort genießen zu dürfen. Vor dem abendlichen Auftritt in der Dunkeld Cathedral muss am späten Nachmittag noch eine Probe sein. Wir freuen uns sehr, dass Dirk vom Crannog Centre mit seiner Familie nach Dunkeld zum Konzert gekommen ist. Danach genießen wir das Abendessen im Birnam Hotel.

Mittwoch, 19. Oktober: Dunkeld - Edinburgh

Die Übernachtung in Wester Caputh Lodge war toll. In dem alten umgebauten Bauernhof konnten wir es uns sehr gut gehen lassen. Ein großer Wohn- / Ess- / Küchenraum mit Klavier und Kamin stand zur Verfügung. Und geschlafen wurde je nach Wunsch im Komfortbett bis hin zur ganz einfachen Koje. Diese Anlage war einfach Wahnsinn, ideal für Gruppen. Auf dem Weg nach Edinburgh sind unsere nächsten Ziele Stirling und Linlithgow. In Stirling verlassen wir die Highlands und gelangen in die Lowlands. Stirling, einst Hauptstadt des Königreichs Schottland, zeigt stolz eine Vielzahl gut erhaltener, prächtiger historischer Gebäude und Anlagen. Die Region um Stirling spielt in der schottischen Geschichte eine herausragende Rolle. Anfang des 14. Jahrhunderts wurden hier die vielleicht wichtigsten Schlachten der schottischen Unabhängigkeitskriege geschlagen. William Wallace und Robert de Bruce führten die Schotten zu entscheidenden Siegen gegen die Engländer. Im Jahr 1328 erkannte England im Frieden von Edinburgh die Unabhängigkeit Schottlands an. Wir besichtigen u.a. Stirling Castle, welches dreiseitig von Klippen umgeben über der Stadt thront und das Wallace Monument, welches sich 61 m hoch über einem vulkanischen Hügel erhebt und erleben damit äußerst wichtige Orte der Erinnerung und Verehrung des schottischen Unabhängigkeitskampfes hautnah. Nach 35 km Fahrt erreichen wir Linlithgow. Auf einer Anhöhe ist deutlich die aus Aluminium gefertigte moderne Turmspitze der St. Michael Kirk erkennbar. In unmittelbarer Nähe steht die prächtige, eindrucksvolle Ruine des Linlithgow Palace. Sie war im 15. Und 16. Jahrhundert eine der bedeutendsten Residenzen schottischer Könige. Wir schlendern über die benachbarte Parkwiese, vorbei am Linlithgow Loch und genießen dabei die wunderbare herbstliche Nachmittagssonne. In Edinburgh begrüßen uns unsere Gastgeber herzlich und wir verbringen mit ihnen gemeinsam den Abend.

Donnerstag, 20. Oktober: Edinburgh

Heute und morgen besteht die Möglichkeit, Edinburgh zu erkunden. Das Wie und Was bleibt, je nach Interesse und Möglichkeit, jedem selbst überlassen. Zum Teil können es die Gastgeber auch arrangieren, uns zu begleiten. Eine Möglichkeit ist, mit dem hoch auf einer zerklüfteten Felsnase thronenden Edinburgh Castle zu beginnen. Dort sind die Schottischen Kronjuwelen aufbewahrt. Dann über den Grassmarket mit seinen ausgefallenen Geschäften und Pubs zum National Museum of Scotland zu gehen, welches die komplette Geschichte Schottlands äußerst anschaulich und unterhaltsam repräsentiert. Und den Rundgang unter der Royal Mile im Jahrhunderte alten Gassenlabyrinth von Mary King’s Close zu beenden. Eine andere Variante startet mit einem Spaziergang durch das beeindruckende gregorianische Gebäudeensemble des 18. Jahrhunderts der New Town. Anschließend ist ein Blick in das „Kaufhaus“ Jenners möglich, welches einen vornehmen Stil mit Understatement pflegt. Danach bietet sich an, über die Prachtstraße Princes Street durch den wunderschönen Princes Street Garden zur National Gallery of Scotland zu bummeln. Darüber hinaus gäbe es noch viele weitere Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Aber morgen ist auch noch ein Tag. Am Abend steht die erste gemeinsame Probe mit den EURS und anschließendem Abendessen auf dem Programm.

Freitag, 21. Oktober: Edinburgh

Dieser Tag steht deutlich im Zeichen sonnigen Wetters. Da liegt es nahe, die großartigen Aussichtspunkte von Edinburgh zu ersteigen, bevor am Abend das abschließende gemeinsame Konzert der Tour mit den EURS stattfindet. Einer der zentrumsnahen Hügel ist Calton Hill. Weithin sichtbar erhebt sich auf ihm das Nelson Denkmal. Es erinnert an Admiral Horatio Nelsons Sieg über die französische und spanische Flotte in der Schlacht von Trafalgar 1805. Aber auch die sogenannte Akropolis, Gedenkstätte für die in den Napoleonischen Kriegen Anfang des 19. Jahrhunderts gefallenen schottischen Soldaten, ist nicht zu übersehen. Unweit von Calton Hill befindet sich der mächtige Hausberg der schottischen Hauptstadt Arthur’s Seat. Zwar nur 251 m hoch, erinnert er durch seinen Gebirgscharakter an die schottischen Highlands. Von diesem, inmitten einer Stadt ungewöhnlich wirkenden Gebirge, ist eine äußerst beeindruckende Aussicht auf Edinburgh möglich. Der Tag neigt sich und es ist Zeit, sich auf das Konzert vorzubereiten, denn es wird der musikalische Höhepunkt der Reise sein. Die Canongate Kirk ist sowohl in Architektur und Ausstattung als auch in der Nutzung etwas ganz besonderes. Sie wurde im 17. Jahrhundert mit holländischen Giebeln errichtet und befindet sich unweit des Palace of Holyroodhouse, der schottischen Residenz des britischen Königshauses. Wenn die königliche Familie in Edinburgh weilt, nimmt sie regelmäßig an den Gottesdiensten teil. An diesem Abend bleibt der Platz der Monarchin leider leer. Sie hat etwas ganz Besonderes verpasst. Von diesem Wohlklang an Chorgesang wäre sie gewiss äußerst erfreut gewesen. Die Chöre sangen jeweils aus ihrem speziellen Repertoire und einige Werke gemeinsam. Das hohe Maß an Professionalität beider Chöre ist fantastisch. Unter der leidenschaftlichen Führung der beiden Chorleiter Dr. Noel O’Regan und Wolfgang Richter stellen die Chöre unter Beweis, was man sich in den vergangenen Monaten und Jahren erarbeitet hat. Dieses großartige Konzert bleibt sowohl den Akteuren als auch den Zuhörern sicher in nachhaltiger Erinnerung. Nahe der Canongate Kirk treffen sich danach alle in einem Pub zur großen Abschlussfete, einige tragen gar einen Kilt – miteinander reden, feiern, trinken, essen, Ceilidh tanzen, Geschenke überreichen, sich einfach dieser Zeit erfreuen, welch ein fabelhafter Abend.

Samstag, 22. Oktober: Edinburgh - Chemnitz

Wie auch die Anreise erfolgt die Rückreise individuell. Einige genießen noch ein paar Tage Urlaub in diesem bezaubernden Land. Jeder zieht sein individuelles Resümee und nimmt seine ganz persönlichen Erinnerungen mit nach Hause. Die Erfahrung einer Konzertreise mit intensiver sängerischer Herausforderung in häufig wechselnder Umgebung war für alle neu. In der konzertfreien Zeit nutzten die einen mehr die vielfältigen Möglichkeiten persönlicher Kontakte, während für andere stärker das hautnahe Erlebnis großer schottischer Geschichte im Vordergrund stand. Mein persönlicher Eindruck ist, dass die verdichtete gemeinsame künstlerische Arbeit verbunden mit dem Gestalten der Freizeit in bisher wenig gekannter Umgebung wesentliche Impulse für die Entwicklung des Chores gibt. Konzertreisen dieser Art sollten künftig fester Bestandteil der Aktivitäten des KCC werden. Ich erlaube mir, im Namen aller ein großes Dankeschön an jene zum Ausdruck zu bringen, die zum Gelingen dieser Tour beigetragen haben, insbesondere denke ich dabei an Sarah Campbell der EURS und die Schottland-AG des KCC.

Bernhard Töpfer, aus der Begleitung des KCC

01.07.2011
Rück- und Ausblick auf das Jahr 2011

Nach dem ereignis- und erfolgreichen Jubiläumsjahr 2010 startete der Kammerchor Chemnitz im Januar mit der Einstudierung eines neuen weltlichen Repertoires. Es umfasst sowohl Wiedereinstudierungen von Titeln aus Konzertprogrammen vergangener Jahre als auch komplette Neueinstudierungen und dient - mit Ausnahme der Adventszeit - als Grundlage für die gesamte Konzerttätigkeit des Kammerchores im Jahr 2011.

Erstmals öffentlich präsentiert wurden Ausschnitte aus dem neuen Repertoires am 7. Mai beim Brunnenfest der CAWG in der Gartenstadt Geibelstraße im Chemnitzer Stadtteil Gablenz. Das für den 17. Juni geplante gemeinsame Konzert mit dem Chemnitzer Liederkreis musste wegen des verletzungsbedingten Ausfalls des Liederkreis-Chorleiters leider abgesagt werden, soll aber im nächsten Jahr nachgeholt werden. Am 26. Juni nahm der Kammerchor neben der Singgemeinschaft Mühlau am traditionellen Liederpark teil. Diese Veranstaltung wird seit vielen Jahren gemeinsam von der Parkeisenbahn Chemnitz und dem Musikbund Chemnitz organisiert. Am 2. Juli (18 Uhr) tritt der Kammerchor beim Musikschulfest im Dr.-Wilhelm-André-Gymnasium auf. Am 9. Juli (15 Uhr) singen wir im neuen Haus der Vereine in Frankenberg/Sa. anlässlich der Eröffnung der Geschäftsstelle des Sächsischen Chorverbandes. Außerdem gratulieren wir am gleichen Tag der Gründerin unseres Chores - Ruth Winkler - (musikalisch) zum ihrem 75. Geburtstag.

Nach einer kurzen Sommerpause beginnen dann die letzten Vorbereitungen für die erste Konzertreise des Kammerchores Chemnitz. Sie führt uns vom 15. bis 23. Oktober nach Schottland. Damit erwidern wir den Besuch der Edinburgh University Renaissance Singers im März 2009 in Chemnitz  . Details zur Schottlandreise erfahren Sie demnächst unter AKTUELL-NEWS. Eine Woche nach unserer Rückkehr folgt ein gemeinsames Konzert mit Camerata Vocale Zwickau am 29. Oktober in der St. Markuskirche Chemnitz.

Für die Adventszeit sind bisher 4 Auftritte bzw. Konzerte geplant. Am 3. und 18. Dezember treten wir auf dem Chemnitzer Weihnachtsmarkt auf. Am 11. Dezember veranstalten wir ein Konzert in Kühnhaide und nehmen am 17. Dezember am BMW-Benefizkonzert teil.

28.06.2011
Am 26. Juni trat der Kammerchor Chemnitz im Rahmen der Veranstaltung "Liederpark" im Chemnitzer Küchwald auf

Die Veranstaltung "Liederpark" - organisiert von der Parkeisenbahn Chemnitz und vom Musikbund Chemnitz - findet seit mehreren Jahren im Chemnitzer Küchwald statt. Neben dem Kammerchor Chemnitz nahm diesmal die Singgemeinschaft Mühlau teil. Auftrittsort für die beiden MBC-Chöre war diesmal die Bühne am Bahnhof Küchwaldwiese.

Nach dem Auftritt beim Brunnenfest der CAWG am 7. Mai in der Gartenstadt Chemnitz-Gablenz war es für den Kammerchor die zweite Gelegenheit, sein neues Repertoire der Öffentlichkeit zu präsentieren. Nach 45 Minuten Gesang auf der Bühne folgte noch eine Fahrt mit Parkeisenbahn durch den Küchwald.

23.08.2010
20 Jahre Kammerchor Chemnitz

Im Herbst 1990 wurde an der Erweiterten Oberschule "Dr. Theodor Neubauer" in Chemnitz der Chor der Ehemaligen unter der Leitung von Ruth Winkler gegründet. Unter dem Namen Traditionschor Chemnitzer Abiturienten wurde der Chor 1999 in das Vereinsregister der Stadt Chemnitz eingetragen. Im September 2004 erfolgte schließlich die Umbenennung in Kammerchor Chemnitz.

Anlässlich seines 20jährigen Bestehens in diesem Jahr veranstaltete der Kammerchor Chemnitz am 3. Oktober 2010 ein Jubiläumskonzert mit dem Titel "Jubilate!" in der Chemnitzer St. Markuskirche.

Das Jubiläumskonzert wurde unterstützt durch 

 

  • Mitwirkende:
    • Kammerchor Chemnitz
    • Orchester auf historischen Instrumenten
    • Leitung: Wolfgang Richter
    • Solisten:
      • Sopran - Christiane Wiese
      • Altus - Steve Wächter
      • Tenor - Clemens Volkmar
      • Baß - Matthias Weichert
  • Ort: St. Markuskirche Chemnitz
  • Beginn: 17 Uhr

Programm:

Georg Friedrich Händel
Ode for the Birthday of Queen Anne HWV 74 (1713)

Wolfgang Amadeus Mozart
Benedictus sit Deus Pater KV 117 (1768/69)
Veni Sancte Spiritus KV 47 (1768)

- Pause -
Laudate Dominum (aus: Vesperae solennes de confessore KV 339, 1780)
Miserere für Alt, Tenor, Bass und Orgel a-moll KV 85 (1770)
Scande Coeli Limina KV 34 (1766/67)
Ave verum corpus KV 618 (1791)
Johann Adolf Hasse
Te Deum in D
(komponiert zur Einweihung der Dresdener Hofkirche 1751)

Pressemitteilung

 

08.03.2010
Geistliche Musik am 65. Jahrestag der Bombardierung von Chemnitz am Ende des 2. Weltkriegs

Am 5. März 2010 jährte sich die Bombardierung von Chemnitz im Zweiten Weltkrieg zum 65. Mal. In Gedenken daran fand in der St. Markuskirche ein Konzert statt, an dem auch der Kammerchor Chemnitz teilnahm. Es erklangen Werke von Johann Sebastian Bach, Rudolf Mauersberger und Arvo Pärt sowie die Uraufführung "Von der Heimsuchung, Schändung und Zerstörung einer beliebigen Stadt in einem beliebigen Krieg zu einer beliebigen Zeit" des Magdeburger Komponisten Jens Klimek.

 

Ulf Firke, Zwickauer Chorleiter und Vizepräsident des sächsischen Verbands Deutscher Schulmusiker, schrieb die folgende Rezension zum Konzert:

„Wie liegt die Stadt so wüst“ - bewegendes Gedenkkonzert zur Chemnitzer Bombennacht vor 65 Jahren
„Der Krieg kam an den Ort zurück, von dem er einst ausging“ – formulierte Pfarrer Tilo Jantz am Abend des 5. März 2010 zur Begrüßung in der evangelischen St.-Markus-Kirche auf dem Chemnitzer Sonnenberg. Am 05.03.1945 legte ein alliierter Bombenangriff das Chemnitzer Stadtzentrum in Schutt und Asche und forderte Tausende von Opfern. Zur Wiederkehr des Infernos werden jährlich an diesem Tag um 21 Uhr alle Chemnitzer Kirchenglocken geläutet.
Aus diesem Anlass hatten die Gemeinde St. Markus, der Chemnitzer Kammerchor und Kirchenmusiker der Region zu einer Gedenkstunde eingeladen, die den Gedanken an Schuld, Strafe und Versöhnung gleichermaßen beinhaltet. Unter den zahlreichen Gästen sah man Mitglieder der jüdischen Gemeinde neben prominenten Gästen aus Politik und Kultur.
Eröffnet wurde der Abend durch die von Rudolph Mauersberger komponierte Motette „Wie liegt die Stadt so wüst“. Dieses am Karsamstag 1945 unter dem Eindruck der Vernichtung Dresdens entstandene Chorwerk wurde dank der aufwühlenden Interpretation des Chemnitzer Kammerchores zum Ereignis: Wolfgang Richter führte die Stimmen vom lemurisch aus dem Nichts beginnenden Anfang bis zur exzessiv forcierten Frage „Warum?“. Der Chor verband dabei in einer atemberaubenden Spannungskurve stupendes Ausdrucksvermögen mit anrührender Homogenität.
Der Komponist Arvo Pärt (geb. 1935) gilt zu Recht als einer der bedeutendsten Vertreter moderner Kirchenmusik. Seine meditative, der Botschaft des Wortes verpflichtete Tonsprache geht zu Herzen – so auch der von den Männerstimmen des Chemnitzer Kammerchores mit großer Klangintensität vorgetragene Psalm 130, eine Reflexion über Vergehen und Erlösung, mit organisch eingefügten Effekten für Orgel und Schlagwerk. Hierbei wurde von der Empore musiziert, was einerseits die akustischen Möglichkeiten des Raumes bewusst ausnutzte, andererseits auch die Schwierigkeiten der Klangentfaltung im Kirchenschiff herausforderte.
Diese wurden wiederum gemeistert beim Ausklang des eindrucksvollen Abends. Die Uraufführung „Von der Heimsuchung, Schändung und Zerstörung einer beliebigen Stadt in einem beliebigen Krieg zu einer beliebigen Zeit“ für gemischten Chor, Mezzosopran- Solo, Orgel und Tam-Tam des jungen Magdeburger Komponisten Jens Klimek (geb. 1984) geriet den Künstlern zum Höhepunkt des Gedenkkonzerts: Das jüdische Gebet „Alon olam“ als Kulminationspunkt des Werkes überraschte und faszinierte mit suggestiven Ostinati und tonaler Auflösung als Ausdruck des Trostes angesichts von Krieg und Vernichtung. Die Solisten Cornelia Töpfer (Mezzosopran), Sebastian Schilling (Orgel) und Michael Rentzsch (Tam-Tam) verliehen der komplexen Klangflächentechnik der Ecksätze Prägnanz und Kontur. Pfarrer Jantz gab durch Lesungen aus Lukas 19, Jesaja 6,8 und Micha 4 dem Anliegen des gesamten Abends seine programmatische Richtung.
Das Publikum verharrte nach der verklungenen Uraufführung von Jens Klimeks Klangvision eine Minuten gänzlich ohne Beifall und schweigend – einmal mehr Ausdruck des Respekts vor dem Thema des Abends als auch als Dank an die Aufführenden.

Ulf Firke, Musiklehrer

04.03.2009
Die Idee für diese europäische Zusammenarbeit der beiden Chöre entstand während des Auslandsaufenthaltes eines Sängers des Kammerchor Chemnitz in Schottland, wo gute Kontakte zu den Edinburgh University Renaissance Singers geknüpft werden konnten. Hauptanliegen dieses Projekts ist der interkulturelle Austausch zwischen zwei verschiedensprachigen Chören, die sich in ihrer gemeinsamen Passion für die Musik näher kennenlernen wollen. Die Sänger möchten dabei nicht nur Land und Leute entdecken, sondern auch auf musikalischer Ebene ihren Horizont erweitern. Die Kooperation ist besonders der Musik der Renaissance gewidmet. Darüber hinaus erhalten die Chöre aber auch die Möglichkeit sowohl geistliche als auch weltliche Musikliteratur aus anderen Musikepochen zu präsentieren.

Es handelt sich bei dem Projekt um ein nichtkommerzielles Vorhaben. Alle Einnahmen aus Konzerten und anderen Auftritten werden ausschließlich zur Finanzierung der Chorreisen (Unterkünfte, Fahrtkosten, etc.) genutzt. Die deutsch-schottische Chorbegegnung beginnt mit dem Besuch der EURS in Deutschland. Im Zeitraum vom 28.03. bis 04.04.2009 werden sie in Sachsen zunächst selbständig Konzerte in Leipzig und Dresden gestalten, um dann am 03.04. gemeinsam mit dem Kammerchor Chemnitz die Reise mit einem großen Abschlusskonzert in der Chemnitzer Markuskirche zu beschließen.

Der Kammerchor Chemnitz würde sich freuen in den darauf folgenden 2 Jahren den Gegenbesuch anzutreten, um die EURS in ihrer Heimat in Edinburgh und Schottland besuchen zu können.


Edinburgh University Renaissance Singers (EURS)

Gerade erst haben die Mitglieder der EURS Anfang 2008 ihr 40-jähriges Bestehen gefeiert und können auf eine abwechslungsreiche Chortradition im Sinne der Musik der Renaissance zurückschauen. Wie der Name schon sagt, sind sie nicht nur Freunde der alten Musik, sondern auch größtenteils Mitglieder der Edinburgh University – ob nun als Student, Absolvent oder Dozent. Nicht wenige der Sänger haben eine Gesangsausbildung genossen und singen häufig zusätzlich noch in anderen Ensembles, Chören oder Opernaufführungen. Musikalischer Leiter des Chores ist Noel O’Regan, der als Dozent für Musik an der Edinburgh University tätig ist und bereits für seine Forschungen zur Musik G. P. Palestrinas mit dem gleichnamigen Preis der Stadt Palestrina geehrt wurde.

Die EURS pflegen schon lange die Tradition des Chorreisens und gehen einmal im Jahr für eine Woche im europäischen Ausland auf Tour. So waren sie beispielsweise 2007 erfolgreich in Frankreich und der Schweiz unterwegs und sangen dort in Paris, Dijon und Genf.

Weitere Infos zum Chor und seinen Mitgliedern finden Sie unter der Homepage des Chores eurs.eusa.ed.ac.uk/index.shtml

 

16.02.2008
Ein neues Jahr hat angefangen und neue Aufgaben warten auf den Kammerchor Chemnitz. Nach dem für unseren Chor eher ruhigen Jahr 2007 präsentieren wir uns 2008 wieder mit vielfältigen Konzerten und Auftritten in der Öffentlichkeit.

Bereits im vergangenen Jahr begannen wir mit der Erarbeitung eines neuen A-cappella-Repertoires. Und auch die nächsten Wochen und Monate werden der Vorbereitung unseres Programms „Audite nova“ dienen, mit welchem wir für 2008 zwei Konzerte planen. Das Konzertprogramm besteht aus zwei sehr unterschiedlichen Teilen: einerseits aus einem weltlichen Teil mit Madrigalen und Kinderliedern, der entgegen der auch bei uns sonst üblichen Praxis am Anfang des Konzertes stehen wird. Der andere Teil des Programms widmet sich geistlicher Chorliteratur und enthält als roten Faden verschiedenste Bearbeitungen von Marienliedern aus unterschiedlichen Epochen: von Monteverdi und Gombert bis hin zu Bruckner und Rachmaninow. Daneben sind Spirituals und Motetten zu hören. Außerdem führen wir als einen Programmpunkt erstmals Rudolf Mauersbergers „Wie liegt die Stadt so wüst“ auf. Auch hinsichtlich des ersten Konzertortes gehen wir einmal mehr ungewöhnliche Wege: unser neues Repertoire erfährt seine „Erstaufführung“ am 26. April 2008 in einer alten Fabrikhalle im Westsächsischen Textilmuseum Crimmitschau. Genau ein halbes Jahr später, am 26. Oktober 2008, ist das Programm „Audite nova“ dann auch in der Chemnitzer St. Markus Kirche zu hören.

Unser zweites Hauptaugenmerk in diesem Jahr liegt auf der Teilnahme am Deutschen Chorfestival in Kassel. Der Verband Deutscher Konzertchöre (VDKC) führt dort zwischen dem 6. und 8. Juni die 17. Deutschen ChorKonzertTage durch. In deren Rahmen nehmen wir am Konzert „Doppelpack“ des VDKC-Landesverbandes Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen teil. Gemeinsam mit dem Maksi-Kinderchor repräsentieren wir dort dann auch den Sächsischen Chorverband und präsentieren einen Ausschnitt aus unserem Kinderlieder-Programm „Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann“

Neben diesen beiden Schwerpunkten gibt es noch weitere wichtige Herausforderungen für unseren Chor, die hier natürlich auch noch zu erwähnen sind. Zusammen mit dem Schulchor des Dr.-Wilhelm-André-Gymnasiums und dem Ensemble Musica Chemnitz (ehemals Fritz-Heckert-Ensemble) führen wir Carl Orffs „Carmina Burana“ auf. Dieses Konzert findet anläßlich der Festwoche zum 100-jährigen Bestehen des Dr.-Wilhelm-André-Gymnasiums am 27. September 2008 in der Stadthalle Chemnitz statt. Nicht zuletzt gibt es in diesem Jahr erstmals ein gemeinsames Wertungssingen des Musikbundes Chemnitz und des Westsächsischen Chorverbandes. Zu diesem stellen sich verschiedene Mitgliedschöre beider Verbände dem Urteil einer Jury und dem Vergleich mit anderen Chören. Auch wir wollen im Oktober diese Herausforderung annehmen und sie als Vorbereitung auf den 5. Sächsischen Chorwettbewerb 2009 nutzen.

Ein neues Jahr hat angefangen und neue Aufgaben warten auf den Kammerchor Chemnitz. Wir hoffen und wünschen uns sehr, daß wir wieder viele Zuschauer zu unseren Konzerten und Auftritten begrüßen können.

Thomas Lohse

30.06.2007
Der Kammerchor Chemnitz singt Kinderlieder. Sicher ist an dieser Stelle mancher ein wenig über diese Verbindung verwundert. Im ersten Augenblick scheint sich beides auszuschließen, verbindet man einen Kammerchor doch eher mit anspruchsvoller Chormusik geistlicher und weltlicher Couleur. Doch vielleicht ist es gerade dieser Widerspruch, der unser Projekt so reizvoll macht. Denn warum soll es nicht möglich sein, bekannte und beliebte Kinderlieder in einer innovativen Form auf hohem musikalischem Niveau darzubieten?

Im Jahr 2006 wagten wir uns daher an eine neue Programmkonzeption, in deren Mittelpunkt neue Bearbeitungen bekannter Kinderlieder standen. Dafür schuf unser Chorleiter Wolfgang Richter sechs neue Chorsätze, die im Stil bekannter Komponisten oder Epochen gehalten sind. Weitere Bearbeitungen von Kinderliedern sowie Scherzlieder komplettierten das Programm. Der Kerngedanke „Kinderlieder“ war allerdings nicht das einzig Ungewöhnliche an unserem Konzept. Von Beginn der Planung an entschlossen wir uns dazu, einen weiteren Chor mit in das Vorhaben einzubeziehen: den Kinderchor der Chemnitzer Makarenko-Grundschule, der altbekannte und moderne Lieder für Kinder beitragen sollte. Das Projekt beinhaltet neben Einzeltiteln der beiden Chöre auch gemeinsam gesungene Stücke. Das Ergebnis konnte im Mai 2006 bei der Teilnahme am „Tag der Musik“ der Sächsischen Mozartgesellschaft in der Chemnitzer Stadthalle zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert werden. Die Reaktionen der Konzertbesucher waren sehr positiv und bestätigten uns darin, die richtige Entscheidung über ein neues musikalisches Konzept getroffen zu haben.

Anfang 2007 setzten wir unsere Zusammenarbeit fort und nahmen gemeinsam mit dem Maksi-Kinderchor die CD "Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann - Lieder für kleine und große Kinder" auf. Entstanden ist eine abwechslungsreiche Mischung aus Titeln beider Chöre. Die CD ist seit Juni 2007 zu unseren Konzerten und über unsere Internetseite erhältlich.

Thomas Lohse

10.01.2007
Der Kammerchor Chemnitz präsentierte ein Silvesterkonzert in Form eines Evensongs.

Seit dem Sommer 2006 liefen die Vorbereitungen für das neue Weihnachtsrepertoire des Kammerchores Chemnitz. Nachdem im vergangenen Jahr die erfolgreiche Aufführung dreier Kantaten des Bachschen Weihnachtsoratoriums stattfand, wagte sich der Kammerchor in diesem Jahr an musikalisches Neuland. Statt aus traditionellen Weihnachtslieder bestand das neue Programm ausschließlich aus englischsprachigen Titeln, sogenannten Christmas Carols. Die Konzeption des Programms orientierte sich am Aufbau eines Evensongs - einer Form des Gottesdienstes in der anglikanischen Kirche und wesentlichem Charakteristikum der englischen Kirchenmusik.

Doch nicht nur im Hinblick auf die Ausgestaltung des Weihnachtsrepertoires mit größtenteils eher unbekannten Christmas Carols betrat der Kammerchor Chemnitz neues Terrain. Getreu der Aufführungspraxis eines Evensongs – in der sich der Chor im Gestühl gegenüber steht - wurde das Programm in einer doppelchörigen, sogenannten englischen Choraufstellung dargeboten. Weiterhin wurden die meisten Titel gemeinsam mit einer Orgelbegleitung aufgeführt. Dafür erhielt der Chor Unterstützung vom Chemnitzer Kirchenmusiker Sebastian Schilling.

Das neue Repertoire war erstmals an Silvester 2006 in der vollbesetzten Chemnitzer Trinitatiskirche zu hören. Trotz aller Mühen und Anstrengungen in der Vorbereitung wurde das Konzert ein großer Erfolg. An den Reaktionen des Publikums zeigte sich, daß der Kammerchor Chemnitz wieder einmal die richtige Entscheidunng über ein neues Programmkonzept getroffen hat.

Thomas Lohse

25.05.2006
Uraufführung des Kinderliederprogramms

Als am 21. Mai die letzten Takte in der Chemnitzer Stadthalle verklungen waren, machte sich Erleichterung bei allen Beteiligten breit: Unser Kinderlieder-Programm hatte erfolgreich seine Premiere gehabt. Ein reichliches Jahr zuvor war die Idee zu einer neuen Programmkonzeption entstanden, in deren Mittelpunkt neue Bearbeitungen bekannter Kinderlieder stehen sollten. Im Laufe des vergangenen Jahres schuf unser Chorleiter Wolfgang Richter dafür sieben neue Sätze zu Kinderliedern, die im Stil bekannter Komponisten oder Epochen gehalten waren. So entstanden Bearbeitungen nach dem Vorbild Claudio Monteverdis, Johann Sebastian Bachs, Max Regers oder der Romantik. Neben den Sätzen unseres Chorleiters wurde von unserem Chormitglied Thomas Risch noch ein weiteres ungewöhnliches Stück extra für das Programm geschrieben: ein a-cappella-Tekkno des „Bi-Ba-Butzelmannes“. Weitere Bearbeitungen von Kinderliedern sowie Scherzlieder komplettierten unser neues Programm. Doch der Kerngedanke „Kinderlieder“ war nicht das einzig Ungewöhnliche an diesem Konzept, denn während dessen Planung entschlossen wir uns dazu, noch einen weiteren Chor mit in das Vorhaben aufzunehmen: den Kinderchor der Chemnitzer Makarenko-Grundschule. Der „Maksi-Chor“ wurde mit eigenen Titeln in die Konzertidee einbezogen. Außerdem vervollständigten gemeinsam gesungene Stücke das Projekt.

Seit Anfang dieses Jahres erarbeiteten wir uns das neue Repertoire, das einen völligen Kontrast zum kurz vorher aufgeführten Bachschen Weihnachtsoratorium bot. Doch schon bald stellten wir fest, wie anspruchsvoll und spannend es sein kann, Kinderlieder zu singen. Bei einer gemeinsamen Probe mit dem Kinderchor konnten wir darüber hinaus erfahren, dass das Zusammenspiel zwischen den zwei völlig unterschiedlichen Chören sehr interessant ist. Die letzten Proben vor dem Konzert verliefen jedoch nicht optimal, so dass sich im Chor eine gewisse Unsicherheit ausbreitete. Als wir dann schließlich zum „Tag der Musik“ der Sächsischen Mozartgesellschaft gemeinsam mit dem Maksi-Kinderchor auf der Bühne des Kleinen Saals der Stadthalle Chemnitz standen, gelang uns eine sehr schöne und gelungene Premiere unseres neuen Repertoires. Sicher trug auch die Fröhlichkeit und Begeisterung der Kinder zum Gelingen des Konzertes vor ein paar hundert Zuschauern bei, hatte sie uns doch ein stückweit die starke Anspannung genommen. Alle Meinungen der Besucher zu dem Konzert waren sehr positiv und bestätigten uns darin, die richtige Entscheidung über ein neues musikalisches Konzept getroffen zu haben.

Für das Frühjahr 2007 ist zusammen mit dem Maksi-Kinderchor die Produktion einer Kinderlieder-CD geplant. Im Mai 2007 soll dann noch einmal von beiden Chören das komplette Programm aufgeführt werden.

Thomas Lohse